Kfw Rentabilitätsplan – Wie sieht der aus?

Wie sieht ein KfW Rentabilitätsplan aus?

So berechnest du Gewinn, Kosten und verfügbares Einkommen für 3 Geschäftsjahre

Der Rentabilitätsplan ist ein zentraler Bestandteil deines Finanzteils im Businessplan – und für die Beantragung eines KfW‑Kredits unverzichtbar. Er zeigt, ob dein Unternehmen wirtschaftlich tragfähig ist, wie sich dein Gewinn entwickelt und ob du langfristig ausreichend Einkommen erwirtschaftest.

Die KfW erwartet eine Planung für Geschäftsjahr 1, Geschäftsjahr 2 und Geschäftsjahr 3, jeweils in TEUR (Tausend Euro) und ohne Mehrwertsteuer.
Damit du deinen Rentabilitätsplan korrekt aufbauen kannst, findest du nachfolgend alle Positionen – klar strukturiert und verständlich erklärt.

Aufbau des KfW Rentabilitätsplan

1. Nettoumsatz
Alle Umsätze ohne Umsatzsteuer – realistisch geplant für jedes der drei Geschäftsjahre.

2. Wareneinsatz
Kosten für Waren, Rohstoffe oder Materialien, die direkt in deine Leistung einfließen.

3. Rohertrag / Rohgewinn
Nettoumsatz – Wareneinsatz
Zeigt, wie viel dir nach dem Einkauf der Waren oder Materialien bleibt.

4. Aufwendungen
Alle laufenden Kosten, die dein Unternehmen verursacht. Dazu gehören:

4.1 Personalkosten
Löhne, Gehälter, Sozialabgaben und sonstige Personalnebenkosten.

4.2 Miete
Kosten für Büro, Laden, Lager oder Produktionsräume.

4.3 Heizung, Strom, Wasser, Gas
Alle Energiekosten und Nebenkosten.

4.4 Werbung
Marketing, Online‑Werbung, Print, Social Media, Flyer, Kampagnen.

4.5 Kraftfahrzeugkosten
Tanken, Reparaturen, Versicherung, Kfz‑Steuer, Wartung.

4.6 Reisekosten
Fahrten, Übernachtungen, Verpflegungspauschalen.

4.7 Telefon, Fax, Internet
Kommunikationskosten und digitale Infrastruktur.

4.8 Büromaterial
Papier, Drucker, Schreibwaren, kleine Arbeitsmittel.

4.9 Verpackung
Verpackungsmaterial, Versandkartons, Etiketten.

4.10 Reparatur / Instandhaltung
Wartung von Maschinen, Geräten, Fahrzeugen oder Räumen.

4.11 Versicherungen
Betriebshaftpflicht, Inventarversicherung, Rechtsschutz etc.

4.12 Beiträge
Kammerbeiträge, Verbandsbeiträge, Mitgliedschaften.

4.13 Leasing
Leasingraten für Fahrzeuge, Maschinen oder Büroausstattung.

4.14 Buchführungskosten, Beratung
Steuerberater, Lohnbuchhaltung, externe Beratung.

4.15 Sonstige Aufwendungen
Alles, was nicht in die anderen Kategorien passt.

Summe Aufwendungen
Die Gesamtsumme aller Kosten pro Geschäftsjahr.

5. Ergebnis (vor Steuern, Abschreibungen und Zinsen)
Rohertrag – Summe Aufwendungen
Zeigt, ob dein operatives Geschäft profitabel ist

6. Zinsen
Zinsaufwendungen für Kredite oder Darlehen.

7. Einkommen‑ und Gewerbesteuer
Steuerzahlungen abhängig von Rechtsform und Gewinn.

8. Jahresüberschuss / ‑defizit
Ergebnis – Zinsen – Steuern
Der tatsächliche Gewinn oder Verlust deines Unternehmens.

9. Tilgung
Regelmäßige Rückzahlungen deiner Kredite.

10. Private Versicherungen
Krankenversicherung, Rentenversicherung, Berufsunfähigkeit – relevant für Einzelunternehmer*innen und Personengesellschaften.

11. Verfügbares Einkommen
Jahresüberschuss – Tilgung – private Versicherungen
Zeigt, wie viel dir persönlich am Ende des Jahres bleibt.

Warum der Rentabilitätsplan so wichtig ist

Die KfW prüft anhand deiner Rentabilitätsvorschau, ob dein Unternehmen langfristig Gewinne erwirtschaftet und ob du in der Lage bist, Kreditraten zuverlässig zu bedienen.
Ein sauber ausgearbeiteter Rentabilitätsplan erhöht deine Finanzierungschancen erheblich.

Starte jetzt mit deiner Rentabilitätsplanung

Hier auf KonzeptStarter findest du hilfreiche Vorlagen, Beispiele und Schritt‑für‑Schritt‑Anleitungen, die dir das Erstellen des KfW‑Rentabilitätsplans deutlich erleichtern.

Link zum KfW Rentabilitätsplan: Rentabilitätsplan(PDF, 2 MB, barrierefrei)

Keine Finanzberatung und keine Kreditvermittlung

Konzeptstarter.de bietet ausschließlich allgemeine Informationen und Orientierungshilfen für Existenzgründer. Es erfolgt keine individuelle Finanzberatung, keine Kreditvermittlung und keine Tätigkeit, die eine Erlaubnis nach § 34c oder § 34f Gewerbeordnung erfordert. Alle Hinweise zu Finanzierungsmöglichkeiten – einschließlich KfW‑Programmen – stellen keine Empfehlung im rechtlichen Sinne dar und ersetzen keine Beratung durch Banken, Förderinstitute oder zugelassene Finanzberater.

Kfw Liquiditätsplan – Wie sieht der aus?

Wie sieht ein KfW Liquiditätsplan aus?

So strukturierst du deine monatlichen Ein‑ und Auszahlungen richtig

Ein Liquiditätsplan gehört zu den wichtigsten Bestandteilen deiner Finanzplanung – besonders dann, wenn du einen KfW‑Kredit beantragen möchtest. Er zeigt, ob dein Unternehmen jederzeit zahlungsfähig bleibt und ob dein Geschäftsmodell auch in den ersten Monaten tragfähig ist.

Der KfW‑Liquiditätsplan wird in der Regel monatlich für 12 Monate erstellt. Alle Beträge werden in 1.000 Euro angegeben. In der letzten Spalte trägst du jeweils die Summe ein.

Damit du deinen Liquiditätsplan korrekt ausfüllen kannst, findest du nachfolgend eine klare Übersicht aller Positionen, die die KfW erwartet – inklusive kurzer Erklärung.

Aufbau des KfW Liquiditätsplan

1. Einzahlungen
1.1 Umsatz (inkl. MwSt.)
Alle monatlichen Einnahmen aus Verkäufen oder Dienstleistungen – immer inklusive Umsatzsteuer.
1.2 Sonstige Einzahlungen
Weitere Einnahmen wie Fördermittel, Zuschüsse, Rückerstattungen oder sonstige Gutschriften.
1.3 Summe Liquiditätszugang
Die Gesamtsumme aller Einzahlungen pro Monat.

2. Auszahlungen
2.1 Anlageinvestitionen
Ausgaben für Maschinen, Fahrzeuge, Büroausstattung oder andere Investitionen.
2.2 Personal
Löhne, Gehälter, Sozialabgaben und sonstige Personalkosten.
2.3 Material / Waren
Einkauf von Rohstoffen, Handelswaren oder Produktionsmaterial.
2.4 Betriebsausgaben
Miete, Energie, Versicherungen, Marketing, Software, Dienstleistungen und sonstige laufende Kosten.
2.5 Kredittilgung
Regelmäßige Rückzahlungen bestehender Kredite.
2.6 Zinsen
Zinszahlungen für Kredite oder Darlehen.
2.7 Vorsteuer / Umsatzsteuer
Zahlungen an das Finanzamt oder Erstattungen (negativ) aus der Umsatzsteuer.
2.8 Einkommen‑ und Gewerbesteuer
Voraussichtliche Steuerzahlungen, abhängig von deiner Rechtsform.
2.9 Privatentnahme
Nur relevant für Einzelunternehmen oder Personengesellschaften.
2.10 Sonstige Auszahlungen
Alles, was nicht in die oben genannten Kategorien fällt.
2.11 Summe Liquiditätsabgang
Die Gesamtsumme aller Auszahlungen pro Monat.

3. Liquiditätssaldo
Einzahlungen minus Auszahlungen – zeigt, ob du im jeweiligen Monat im Plus oder Minus bist.

4. Liquiditätssaldo (kumuliert)
Der fortlaufende Saldo über alle Monate hinweg.
Er zeigt, ob dein Unternehmen dauerhaft zahlungsfähig bleibt.

5. Finanzierung
5.1 Eigenkapital
Eigenmittel, die du zur Deckung von Liquiditätslücken einsetzt.
5.2 Fremdfinanzierung A
Kredite, Darlehen oder sonstige externe Finanzierungen – z. B. der KfW‑Kredit selbst.

Warum der Liquiditätsplan so wichtig ist

Die KfW prüft anhand deines Liquiditätsplans, ob dein Unternehmen wirtschaftlich tragfähig ist und ob du in der Lage bist, Kreditraten zuverlässig zu bedienen. Ein sauber ausgefüllter Plan erhöht deine Chancen auf eine erfolgreiche Finanzierung erheblich.

Starte jetzt mit deinem Liquiditätsplan

Hier auf unseren Ratgeberseiten von KonzeptStarter findest du hilfreiche Vorlagen, Beispiele und Schritt‑für‑Schritt‑Anleitungen, die dir das Ausfüllen des KfW‑Liquiditätsplans deutlich erleichtern.

Link zum KfW Liquiditätsplan: Liquiditätsplan(PDF, 2 MB, barrierefrei)

 

Keine Finanzberatung und keine Kreditvermittlung

Konzeptstarter.de bietet ausschließlich allgemeine Informationen und Orientierungshilfen für Existenzgründer. Es erfolgt keine individuelle Finanzberatung, keine Kreditvermittlung und keine Tätigkeit, die eine Erlaubnis nach § 34c oder § 34f Gewerbeordnung erfordert. Alle Hinweise zu Finanzierungsmöglichkeiten – einschließlich KfW‑Programmen – stellen keine Empfehlung im rechtlichen Sinne dar und ersetzen keine Beratung durch Banken, Förderinstitute oder zugelassene Finanzberater.

Kfw Investitionsplan – Wie sieht der aus?

Du suchst kompakte Info - Ratgeber für deinen Start in die Selbständigkeit, ohne dich durch lange Fachbücher zu kämpfen? Hier findest du alle E-Book Ratgeber Existenzgründung von KonzeptStarter übersichtlich auf einer Seite aufgelistet. Wähle einfach das E-Book aus, das am besten zu deiner aktuellen Planungsphase passt, und lade Sie es direkt herunter.

Wie viel Kapital brauchst du wirklich, um dein Unternehmen erfolgreich zu starten?

Dein kompletter Leitfaden für den KfW Investitionsplan

Eine der wichtigsten Grundlagen deiner Gründung ist ein sauber geplanter Investitionsbedarf. Erst wenn klar ist, welche Anschaffungen, Kostenblöcke und einmaligen Ausgaben auf dich zukommen, kannst du realistisch einschätzen, wie hoch dein Finanzierungsbedarf ist – und ob ein KfW‑Kredit für dich infrage kommt.

Damit du deinen Investitionsplan strukturiert und vollständig erstellen kannst, findest du nachfolgend eine Übersicht aller Positionen, die bei der Beantragung eines KfW‑Kredits berücksichtigt werden müssen. Von Grundstückskosten über Maschinen und Fahrzeuge bis hin zu Markterschließung und Beratungsleistungen: Jede dieser Kategorien spielt eine entscheidende Rolle für die Finanzierung deiner Gründung und hilft dir, deinen Kapitalbedarf präzise zu ermitteln.

Alle zu berücksichtigenden Einzelpositionen im Überblick

    • Grunderwerbskosten inkl. Nebenkosten (Grundstück, Gebäude)
    • Gewerbliche Baukosten
    • Maschinen, Geräte
    • Einrichtungen, Büroausstattung
    • Fahrzeuge
    • Übernahme / Kauf von Unternehmensanteilen
    • Einmalige Patent-, Lizenz-, Franchisegebühr
    • Warenlager / Materiallager
    • Markterschließungskosten
      •  Kosten für extern erworbene Beratungsdienstleistungen, die einmalige Informationserfordernisse bei der Erschließung neuer Märkte oder Einführung neuer Produktionsmethoden sicherstellen
      • Kosten für erste Messeteilnahmen

Welche Investitionen musst du im KfW‑Investitionsplan berücksichtigen?

Damit dein Investitionsplan vollständig ist und die KfW deinen Kapitalbedarf realistisch einschätzen kann, solltest du alle relevanten Kostenblöcke erfassen. Dazu gehören insbesondere:

Grunderwerbskosten inkl. Nebenkosten
Ausgaben für den Kauf von Grundstücken oder Gebäuden sowie alle damit verbundenen Nebenkosten wie Notar, Grundbuch oder Grunderwerbsteuer.

Gewerbliche Baukosten
Kosten für Umbauten, Neubauten oder bauliche Anpassungen, die für deinen Geschäftsbetrieb notwendig sind.

Maschinen und Geräte
Investitionen in technische Ausstattung, Produktionsmaschinen oder sonstige Geräte, die du für deine Leistungserbringung benötigst.

Einrichtungen und Büroausstattung
Möbel, IT‑Ausstattung, Software, Arbeitsplätze und alles, was dein Unternehmen funktional einrichtet.

Fahrzeuge
Firmenwagen, Transporter oder Spezialfahrzeuge, die für deinen Betrieb erforderlich sind.

Übernahme oder Kauf von Unternehmensanteilen
Kosten, die entstehen, wenn du ein bestehendes Unternehmen ganz oder teilweise übernimmst.

Einmalige Patent‑, Lizenz‑ oder Franchisegebühren
Gebühren für die Nutzung von Marken, Technologien, Konzepten oder geschützten Geschäftsmodellen.

Waren‑ oder Materiallager
Erstausstattung deines Lagers, also Rohstoffe, Handelswaren oder Materialien, die du für den Start benötigst.

Markterschließungskosten
Dazu zählen insbesondere:

Externe Beratungsdienstleistungen, die dir helfen, neue Märkte zu erschließen oder neue Produktionsmethoden einzuführen.
Kosten für erste Messeteilnahmen, um dein Angebot sichtbar zu machen und erste Kundenkontakte aufzubauen.

Warum ein vollständiger Investitionsplan so wichtig ist

Ein präziser Investitionsplan ist nicht nur für die KfW entscheidend – er hilft dir selbst, deine Gründung realistisch zu planen, Risiken zu minimieren und deinen Kapitalbedarf sauber zu kalkulieren. Je klarer deine Zahlen, desto besser deine Chancen auf eine erfolgreiche Finanzierung.

Viel Erfolg bei deiner Planung

Wir wünschen dir viel Erfolg bei deinen Berechnungen, beim Ausfüllen des KfW‑Investitionsbogens – und natürlich, dass dir der KfW‑Kredit bewilligt wird.

Link zum KfW Investitionsplan: Investitionsplan(PDF, 960 KB, barrierefrei)

 

Keine Finanzberatung und keine Kreditvermittlung

Konzeptstarter.de bietet ausschließlich allgemeine Informationen und Orientierungshilfen für Existenzgründer. Es erfolgt keine individuelle Finanzberatung, keine Kreditvermittlung und keine Tätigkeit, die eine Erlaubnis nach § 34c oder § 34f Gewerbeordnung erfordert. Alle Hinweise zu Finanzierungsmöglichkeiten – einschließlich KfW‑Programmen – stellen keine Empfehlung im rechtlichen Sinne dar und ersetzen keine Beratung durch Banken, Förderinstitute oder zugelassene Finanzberater.

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