Kfw Liquiditätsplan – Wie sieht der aus?

Wie sieht ein KfW Liquiditätsplan aus?

So strukturierst du deine monatlichen Ein‑ und Auszahlungen richtig

Ein Liquiditätsplan gehört zu den wichtigsten Bestandteilen deiner Finanzplanung – besonders dann, wenn du einen KfW‑Kredit beantragen möchtest. Er zeigt, ob dein Unternehmen jederzeit zahlungsfähig bleibt und ob dein Geschäftsmodell auch in den ersten Monaten tragfähig ist.

Der KfW‑Liquiditätsplan wird in der Regel monatlich für 12 Monate erstellt. Alle Beträge werden in 1.000 Euro angegeben. In der letzten Spalte trägst du jeweils die Summe ein.

Damit du deinen Liquiditätsplan korrekt ausfüllen kannst, findest du nachfolgend eine klare Übersicht aller Positionen, die die KfW erwartet – inklusive kurzer Erklärung.

Aufbau des KfW Liquiditätsplan

1. Einzahlungen
1.1 Umsatz (inkl. MwSt.)
Alle monatlichen Einnahmen aus Verkäufen oder Dienstleistungen – immer inklusive Umsatzsteuer.
1.2 Sonstige Einzahlungen
Weitere Einnahmen wie Fördermittel, Zuschüsse, Rückerstattungen oder sonstige Gutschriften.
1.3 Summe Liquiditätszugang
Die Gesamtsumme aller Einzahlungen pro Monat.

2. Auszahlungen
2.1 Anlageinvestitionen
Ausgaben für Maschinen, Fahrzeuge, Büroausstattung oder andere Investitionen.
2.2 Personal
Löhne, Gehälter, Sozialabgaben und sonstige Personalkosten.
2.3 Material / Waren
Einkauf von Rohstoffen, Handelswaren oder Produktionsmaterial.
2.4 Betriebsausgaben
Miete, Energie, Versicherungen, Marketing, Software, Dienstleistungen und sonstige laufende Kosten.
2.5 Kredittilgung
Regelmäßige Rückzahlungen bestehender Kredite.
2.6 Zinsen
Zinszahlungen für Kredite oder Darlehen.
2.7 Vorsteuer / Umsatzsteuer
Zahlungen an das Finanzamt oder Erstattungen (negativ) aus der Umsatzsteuer.
2.8 Einkommen‑ und Gewerbesteuer
Voraussichtliche Steuerzahlungen, abhängig von deiner Rechtsform.
2.9 Privatentnahme
Nur relevant für Einzelunternehmen oder Personengesellschaften.
2.10 Sonstige Auszahlungen
Alles, was nicht in die oben genannten Kategorien fällt.
2.11 Summe Liquiditätsabgang
Die Gesamtsumme aller Auszahlungen pro Monat.

3. Liquiditätssaldo
Einzahlungen minus Auszahlungen – zeigt, ob du im jeweiligen Monat im Plus oder Minus bist.

4. Liquiditätssaldo (kumuliert)
Der fortlaufende Saldo über alle Monate hinweg.
Er zeigt, ob dein Unternehmen dauerhaft zahlungsfähig bleibt.

5. Finanzierung
5.1 Eigenkapital
Eigenmittel, die du zur Deckung von Liquiditätslücken einsetzt.
5.2 Fremdfinanzierung A
Kredite, Darlehen oder sonstige externe Finanzierungen – z. B. der KfW‑Kredit selbst.

Warum der Liquiditätsplan so wichtig ist

Die KfW prüft anhand deines Liquiditätsplans, ob dein Unternehmen wirtschaftlich tragfähig ist und ob du in der Lage bist, Kreditraten zuverlässig zu bedienen. Ein sauber ausgefüllter Plan erhöht deine Chancen auf eine erfolgreiche Finanzierung erheblich.

Starte jetzt mit deinem Liquiditätsplan

Hier auf unseren Ratgeberseiten von KonzeptStarter findest du hilfreiche Vorlagen, Beispiele und Schritt‑für‑Schritt‑Anleitungen, die dir das Ausfüllen des KfW‑Liquiditätsplans deutlich erleichtern.

Link zum KfW Liquiditätsplan: Liquiditätsplan(PDF, 2 MB, barrierefrei)

 

Keine Finanzberatung und keine Kreditvermittlung

Konzeptstarter.de bietet ausschließlich allgemeine Informationen und Orientierungshilfen für Existenzgründer. Es erfolgt keine individuelle Finanzberatung, keine Kreditvermittlung und keine Tätigkeit, die eine Erlaubnis nach § 34c oder § 34f Gewerbeordnung erfordert. Alle Hinweise zu Finanzierungsmöglichkeiten – einschließlich KfW‑Programmen – stellen keine Empfehlung im rechtlichen Sinne dar und ersetzen keine Beratung durch Banken, Förderinstitute oder zugelassene Finanzberater.

SideMenu